(Projekte für) selbstverwaltete Räume in Frankfurt.

 

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Blauer Block

Wir, die In­itia­ti­ve com­mu­nal west, haben heute am 06. Sep­tem­ber 2013, das ehe­ma­li­ge So­zi­al­rat­haus in der Krif­te­ler­stra­ße 84 ge­öff­net. Hier wird ein selbst­or­ga­ni­sier­tes Stadt­teil­pro­jekt ent­ste­hen.

Be­reits seit über einem Jahr stand das Haus, das wir heute ge­öff­net haben, leer. Es ist im Gal­lus zen­tral ge­le­gen, aus­rei­chend groß und bie­tet va­ria­ble Nut­zungs­flä­chen. Wir haben uns die­ses Haus an­ge­eig­net und set­zen damit un­se­re Ar­beit im Vier­tel fort. Be­reits mit der Er­öff­nung des „Blau­en Block“ in der Schwal­ba­cher­stra­ße 45 ver­such­ten wir, ein selbst­or­ga­ni­sier­tes Stadt­teil­pro­jekt im Gal­lus zu grün­den. Ob­wohl das Haus seit Jah­ren leer­steht und ver­fällt, waren weder die Ei­gen­tü­mer_in­nen noch die Stadt zu Ver­hand­lun­gen be­reit. Nach we­ni­gen Stun­den wurde der Kon­flikt durch eine po­li­zei­li­che Räu­mung „ge­löst“. Seit­dem steht das Haus wie­der un­ge­nutzt leer …

 

Projekt Philosophicum

Das Projekt Philosophicum geht von der Idee eines gemeinsamen, selbstbestimmten und solidarischen Lebens aus – grundlegend ist die CHARTA PHILOSOPHICUM. Wir wollen einen lebendigen nachbarschaftlichen Rahmen schaffen, der offen zum Stadtteil hin ist und in dem die BewohnerInnen sich gegenseitig unterstützen. Das Haus in diesem Sinne gemeinschaftlich zu nutzen beinhaltet für uns bezahlbaren Wohnraum zu schaffen in einer baulichen Lösung, die unseren Zwecken dient – und die ebenso gemeinschaftlich finanziert wird. Im Rahmen von Etagenversammlungen und Vollversammlungen kann das Zusammenleben organisiert, gefördert und gemeistert werden.

Wir wollen alters- und generationsübergreifend leben – wir wollen Single- und Familienwohnungen, neben PartnerInnenhaushalten und Wohngemeinschaften. Und wir wollen einen gemeinschaftlichen Lebensalltag mit gegenseitiger Unterstützung von Alleinstehenden, mit Kindern, im Alter oder in Krankheit.

 

Klapperfeld

Wir, der Zusammenschluss »Faites votre jeu!«, haben im August 2008 das frühere Jugendzentrum in der Varrentrappstraße 38 besetzt, um der repressiven Umstrukturierung des städtischen Raums den Versuch eines selbstverwalteten, unkommerziellen Zentrums entgegenzustellen. Im Februar 2009 haben wir uns entschlossen, in das ehemalige Polizeigefängnis in der Klapperfeldstraße 5 umzuziehen (hier: »das Klapperfeld«), das von der Stadt Frankfurt unter dem Druck der breiten Unterstützung für unser Projekt als Ersatzobjekt angeboten worden ist. Innerhalb kurzer Zeit ist das Klapperfeld zum Magneten für viele Menschen geworden, die unser Bedürfnis nach gegenkulturellen Räumen teilen. Es ist auch zum Anlaufpunkt für Menschen geworden, die zur Ausrichtung unseres Projekts keine erkennbare Beziehung haben. Dieser Umstand ist von uns mit verursacht worden, denn bislang haben wir unser politisches Selbstverständnis inhaltlich nicht hinreichend bestimmt und unsere Organisationsstruktur kaum nach außen transparent gemacht.

 

Das ExZess

… gibt es mittlerweile seit über 25 Jahren und ist seitdem Treffpunkt vieler unterschiedlicher Leute und Gruppen.

… war und ist ein unkommerzielles Zentrum. Es bekommt keine öffentlichen Zuschüsse, es wird weder auf Gewinn gearbeitet noch verdient irgendjemand was. Das ist die Voraussetzung dafür, allen die Nutzung zu ermöglichen. Alle sollen sich darin aufhalten können, ohne konsumieren zu müssen.

… ist ein offener politischer Raum, der sich gegen jede Form von Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus und Sexismus positioniert.

… bietet die Möglichkeit, Interessen und Ideen umzusetzen, Gruppenstrukturen zu entwickeln oder vorhandene zu nutzen. Heute finden sich im ExZess die unterschiedlichsten Initiativen wieder wie Kneipenabende, politische Veranstaltungen, Theatervorführungen, Infoladen mit Leihbücherei & Archiv, Konzerte, Lesungen, Volxküche und Treffen verschiedener linker Gruppen.

… ist nicht besetzt, und da Miete und viele andere laufende Kosten bezahlt werden müssen, kostet es jeden Monat eine Menge Geld, das ExZess am laufen zu halten.

… ist selbstorganisiert, es gibt keine Chefin und keinen Putzmann. Die Idee ist, dass alle alles machen und alle für alles verantwortlich sind. Gemeinsame Auseinandersetzungen über und um die Räume finden auf dem regelmäßigen offenen Plenum statt.

 

Café KOZ

Mit dem Café- und Barbetrieb im KOZ bieten wir euch jede Woche von Mo. bis Fr. fast 70 Stunden Raum für euer soziales Miteinander: für Partys, Vorträge und Barabende, Lesungen, Diskussionen. Zusätzlich bieten wir euch knappe 40 verschiedene, qualitativ hochwertige Getränke und Snacks für wenig Geld sowie Barabende mit Live-Musik – jeweils mit wechselndem Programm und unterschiedlicher musikalischer Ausrichtung. Das studentisch verwaltete KOZ soll eine Alternative zu sonstigen „Campuseinrichtungen“ darstellen.

Um möglichst vielen Menschen dieses Angebot bieten zu können, erwarten wir von euch einen netten, freundlichen Umgang untereinander und gegenüber der anderen Seite der Theke. Wir möchten einen Raum bieten, der offen für alle Menschen ist, fernab von vermeintlichen Kategorien wie Geschlecht, sexueller Ausrichtung, körperlicher Verfasstheit, Religion und sonstigen Zuschreibungen und Verallgemeinerungen. Falls ihr das nicht versteht, ist das KOZ der falsche Ort für euch.

 

kriegkstr12

kriegkstr12 wird getragen vom Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt und ist ehrenamtlich organisiert. Wir sind daran interessiert, unser gesellschaftliches Zusammenleben zu verstehen und es mitzubestimmen. Das Programm reicht von Workshops, Vorträgen und Filmvorführungen bis hin zu Barabenden, Exkursionen, Jugendprojekten, Lesungen, Musik, Theater und Ausstellungen. Unsere Zusammenarbeit prägt der Gedanke gemeinschaftlicher Selbstbestimmung und Solidarität. Wir wollen es nicht einfach hinnehmen, in einer Gesellschaft zu leben, die auf der wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Missachtung Einzelner oder ganzer Gruppen aufbaut. Wenn Du mitmachen möchtest oder auch Ideen für ein bestimmtes Projekt hast, dann komm’ einfach montags um 19 Uhr vorbei oder sprich’ uns an.

 

AU

Autonomes Kulturzentrum und Wohnprojekt. Besetzt seit dem 4. Juni 1983.

 

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